Claus Hähnel

  • geboren am 02.10.1961
  • verheiratet mit der Besten aller Ehefrauen
  • 2 Kinder (Daniel und Annalena)
  • wohnhaft in Wien
  • beschäftigt in der IT im Bereich der Telekommunikation

Weiterer Inhalt dieser Seite:

Warum der Quatsch?

Diese Frage ist ja schon öfter gekommen. "Warum stellst Du diese ganzen privaten Bilder ins Internet?" Naja, aus bestimmten Gründen, die hier auf dieser Seite noch näher beschrieben werden, ist die Situation eingetreten, dass ich gute Freunde und Familienmitglieder leider monatelang, ja teilweise sogar jahrelang, nicht sehen kann. Was also tun, damit Sie sich nicht erschrecken, wenn sie mich nach einer langen Zeit wieder sehen und bemerken, wie alt ich geworden bin? Ich halte sie also auf dem Laufenden mit immer aktuellen Bildern von meiner Familie und mir.

(zurück nach oben)

Wie kommt der Typ vom Niederrhein nach Wien?

Oh ja, das ist auch eine nette Frage, die ich schon ungefähr 42tausend-mal in meinem Leben seit 1999 beantworten musste.

Also, zuerst die offizielle Version, die ich am Anfang immer erzählt habe?   OK!   Da man ja nicht gerne zugibt, dass man den Partner über eine (Kontakt)-Anzeige kennen gelernt hat, musste ich mir im Jahre 1999 eine andere Geschichte einfallen lassen.

Und so erfand ich erst einmal eine gute Bekannte meinerseits, die in Duisburg wohnt (bzw. nicht dort wohnt, nicht "in echt" wie meine Tochter sagen würde) und die zu ihrem Geburtstag eine kleine Feier veranstaltet hat.

Zu dieser Feier besucht wurde sie auch von einer Freundin, die sie bei einem Griechenland-Urlaub (da es diese meine Bekannte nicht gab, gab es natürlich den Griechenland-Urlaub auch nicht) kennen gelernt hat  und die "zufälligerweise" aus Wien kam. Und so ging dann das Schicksal seinen Lauf ...

Wen die Version in "wahr" auch noch interessiert, kann jetzt weiter lesen.

Im Mai 1999 saß ich mal wieder gegen 2 Uhr morgens im Büro bei o.tel.o (ja, das gab es damals noch) in Essen und wartete darauf, dass die IBM-Kollegen in Frankfurt endlich mit der Programmierung fertig wurden und uns die Software schickte. Was macht man, wenn man wartet? Richtig: Man(n) surft im Internet. Ich besuchte also die Seiten von SAT1, PRO7 und RTL und siehe, da gab es einen Link zur Homepage der Zeitschrift AMICA mit dem viel versprechenden Namen "1000 Singles" !!! Clausi, schon seit einigen Monaten ebenfalls Single, ließ sich nicht lange bitten ... und da war sie, die Suchmaske. Man konnte nach Haarfarbe, Schuhgröße und/oder Augenfarbe suchen, das Ergebnis auf Dienstag-Geborene einschränken und dann alphabetisch nach dem Namen des Haustieres sortieren. Alles schön und gut, für das alles war ich aber zu faul. Wichtig für mich schien allerdings doch, dass ich "Mann sucht Frau" anklickte und keine der anderen Alternativen (Marathonläufer sucht Sprinterin gab es nicht). Und da ich mich nicht unbedingt durch eine Liste von pubertierenden 20-Jährigen (ja, so sieht's aus, wenn man sich den 40 nähert!) quälen wollte, gab ich dem suchenden Computer noch die Einschränkung "Alter 35-40" mit auf den Weg.

Das Ergebnis war berauschend: 8.400 (in Worten: acht-tausend-vier-hundert) Treffer!. Und genau in diesem Augenblick meinte es das Schicksal sehr, sehr gut mit mir. Was zur Folge hatte, dass ich erst einmal 10 Minuten mit offenen Mund auf das erste Bild starrte.

Was hatte der Computer gemacht? Er sortierte die 8.400 eingetragenen 35-40-jährigen Frauen nach der Postleitzahl !!! Danke, danke, danke ... Aber wer jetzt meint, dass die Geschichte in "10000 Berlin" weitergeht, der irrt gewaltig, denn ... Österreich hat, dem Himmel sei Dank, vierstellige Postleitzahlen, was zur Folge hatte, dass "1160 Wien" ganz, ganz vorn zu finden war. Es ist wohl unnötig, zu schreiben, dass die restlichen 8.399 nicht mehr wichtig waren ...

Die erste Email ging also am 11. Mai von clausi37@yahoo.de an pippi@magnet.at und begann, ich werde es nie vergessen, mit den Worten: "Hi Patrizia, wahrscheinlich sind wir beide nicht gerade füreinander gemacht!  Du in Wien und ich in Düsseldorf. Aber Dein Steckbrief und Dein Bild haben mich so beeindruckt, dass ich einfach schreiben musste...."

Es folgten unzählige weitere Emails und Telefonate ... und schon (bzw. erst) Ende Mai wies Pizi schon "ganz zufällig" darauf hin, dass der 2. Juni ja ein Feiertag wäre und der Freitag sich sozusagen als Brückentag (österr.: Fenstertag) anböte :-) Ich weiß nicht, ob dies aus einer Bemerkung  meinerseits resultierte, dass ich zweimal Wien nur als Durchreisender gesehen hätte und wohl mal eine(n) Ortskundige(n) ("Mann sucht Frau" !!! ) als Reiseführer brauchen könnte :-)))

Ich kündigte mich also für Mittwoch, den 1. Juni am Abend an und blieb stur dabei, dass ich mir im IBIS-Hotel ein Zimmer mieten würde. "Wenn Du eine Frau gewinnen willst, dann verwirre sie" hat mal irgendein großer Philosoph gesagt. Nichts leichter als das! Ich nahm also schon am 30. Mai frei, fuhr am selbigen um 3:00 Uhr in der früh los und war um 14:00 Uhr in Wien, einen Tag eher als verabredet. Ich checkte im Hotel ein (ich hatte das wirklich gemacht mit der Buchung!!!) und "cruiste" (so heißt das doch heute, oder?) ein bisserl durch Wien. Gegen 19:00 Uhr suchte ich mir ein Cafe, trank denselben und rief Patrizia an, wie gesagt: Einen Tag zu früh. Diese hatte mich schon den ganzen Tag versucht, telefonisch zu erreichen und war schon sehr davon überzeugt, dass ich einen Rückzieher gemacht hätte. Ich meldete

mich mit den Worten: "Hallo Patrizia, ich habe Wien jetzt schon gesehen, und wenn Du mich noch sehen willst, dann musst Du mich jetzt auf einen Cafe einladen ... "

Was aus diesem Cafe geworden ist, kann man im Fotoalbum sehen. Was ich sagen kann ist, dass an diesem Tag mein Leben begann ...

PS: Das Hotel habe ich dann noch einmal beim Bezahlen gesehen ... (Fortsetzung folgt ...)

(zurück nach oben)

Die Carrera-Bahn (Evolution)

Mein Kindheitstraum wurde Weihnachten 2000 und Neujahr 2001 erfüllt. Ich schwärmte schon lange für eine Carrera-Bahn, bekam in jungen Jahren auch eine von meinen Eltern geschenkt, die ich aber, wie das meiste meiner Spielzeuge, recht schnell zerstörte. Dann kam der Wunsch nach diesem Spielzeug, der immer unterschwellig vorhanden war, Ende der 90er wieder hoch. Und die Beste aller Ehefrauen machte ihn dann wahr. Ich wünschte mir mangels Platz nur ein Auto, welches ich mir immer nur anschauen wollte, und zwar einen Audi R8R. Diesen bekam ich dann auch von ihr zum Weihnachtsfest 2000, welches wir in Deutschland verbrachten. Als wir dann nach dem Jahreswechsel wieder nach Wien kamen, fand ich auf unserem Bett noch ein riesiges, verpacktes Geschenk: Eine Mille Miglia !!!

Schnell war sie aufgebaut und die ersten Runden gedreht. Und der Weg zu ebay war dann auch nicht mehr weit. So kam mal eine Steilkurve dazu, dann noch eine Steilkurve, dann noch zwei Steilkurven, -zig Geraden, ganze neuen Bahnen, einige viele Auto zu Geburtstagen und Weihnachten, und, und, und, ...

Besonders spannend war die Zeit von Januar 2004 bis Juli 2004. Wir zogen mit meinem Arbeitgeber von einem großen Bürogebäude ins andere und dieser Umzug dauerte über ein halbes Jahr. Direkt neben meinem Büro war also für lange Zeit ein Raum von über 40qm frei. Endlich konnte ich mal alles auspacken und aufbauen. Meine Kollegen unterstützten mich tatkräftig, wenn auch nicht mit dem Bauen, aber beim Fahren :-) Mit Hilfe des SlotCar-Racing-PC-Programms "Slotman" designten wir eine Strecke von ca. 17m Länge und Paul ("The Brain") entwickelte innerhalb von zwei Stunden eine Zeitnahme, die immerhin auf 1/1000 sec. genau die Rundenzeiten bestimmte.

Leider mussten wir diese tolle  Bahn dann Ende Juli 2004 abbauen. Hier das (Rennergebnis)

 

Im Mai 2005 war es dann mal wieder soweit. Die beste Ehefrau von Allen war mit SchwiMu im Wellness-Wochenende in Waidhofen und unser Riesen-Wohnzimmer stand für 4 lange Tage (und Nächte) leer!!! Schnell (ca. 4 h) war der "SpeckbachrIng" in einer Länge von ca. 19m aufgebaut, die Zeitnehmung und die Extra-Stromeinspeisung montiert und es ging los.

Der Rundenrekord lag nach etlichen Stunden Training, Qualifying und Rennen bei 5,543 sec. Allerdings wurde diese Bestzeit nicht von mir, sondern von Daniel aufgestellt. Söhne können sooo grausam sein ... hier das  (Rennergebnis)

 

Jetzt sieht es so aus, als ob sich ab 01.09.2005 wieder einen Gelegenheit bietet. Platz könnte ohne Ende da sein. Ich bereite mich mal vorsichtig auf eine 4-spurige Bahn vor :-)

 

Auch spiele ich mit der Idee, die Carrera-Bahn gegen eine Holzbahn einzutauschen. Was aus dieser Idee wird, werdet Ihr noch früh genug erfahren http://www.slotfire.de

 

(Fortsetzung folgt ...)

 

(zurück nach oben)

Der größte Unterschied zwischen Österreich und Deutschland ist die gemeinsame Sprache!

Um einen Slogan aus einer Damenbinden-Werbung zu abgewandelt zu benutzen: " Die Geschichte der Verständigung zwischen Österreichern und Deutschen ist eine Geschichte voller Missverständnisse".

Na ja, man macht es sich einfach. Man spricht die gleiche Sprache, also versteht man sich.

Ich, der jetzt seit 1999 in Wien lebt, kann dazu nur sagen: Weit gefehlt.

Spricht die eine finnisch, und der andere portugiesisch, gibt es keine Probleme, denn man weiß ganz genau, dass man sich nicht versteht. Spricht die eine österreichisch, und der andere deutsch, so ist die große Gefahr gegeben, dass man "meint", dass man sich versteht.

Ich erinnere mich immer wieder gern an den ersten gemeinsamen Koch-Abend mit meiner damaligen Freundin bzw. mit der heutigen Besten aller Ehefrauen. Nach dem Essen wurden, wie es sich gehört, die Reste in die dafür vorgesehene Verpackung gegeben und dann im Kühlschrank verstaut. Patrizia sagte also zu mir: "Tu's in ein [tappergschir'l]" ??? "Was ist das?" fragte sich der gemeine Deutsche, wollte aber seine Unwissenheit nicht preisgeben. Daher die Frage mit dem Gedanken, dass es sich hier um den Abfalleimer handelt: "Warum sollen wir es wegwerfen?". Die anschließende Aufklärung "Tupperware" zeigte mir zum ersten Mal: deutsch-deutsch ist nicht gleich deutsch-österreichisch.

Einige Zeit später befuhren wir eine breite, gut ausgebaute, zweispurige Straße mit einem Grünstreifen in der Mitte, der nur manchmal unterbrochen war. Clausi fuhr. Pizi lotste. Plötzlich bekam ich die Anweisung: "Mach' dort ein [dradiwaberl]. Hm! Nach ca. 3 Kilometern und dem dritten "Na, dann eben da" kam die Anweisung recht bestimmend: "U-Turn !!!!" ...

siehe auch "Der größte Unterschied zwischen A und D: Die gemeinsame Sprache" in openbc

(zurück nach oben)

Der Sport in meinem Leben

Ein Leben ohne Sport kann ich mir nicht vorstellen. Wahrscheinlich werde ich mich noch mit Pulsmesser unter die Erde bringen lassen und während dessen checken, ob der Brustgurt richtig sitzt, weil der Herzfrequenzmesser nichts anzeigt.

Die ganze Sache ging damals schon mit meinem Freunden Heinerle und Reinhold Swienty los (Reinhold, wenn Du das mal lesen solltest: Melde Dich!). Sie mussten immer in unserer Straße (Mainstraße 26g) mit

mir Olympiade spielen. Also weit springen, hoch springen, Speer werfen (die Nachbarn suchten den Besenstiel noch lange) und laufen. Meistens gewann ich die Goldmedaille, denn mir machte dies Spaß, ihnen weniger. Ein großer Dank noch heute an die beiden, dass sie das alles haben über sich ergehen lassen.

Weiter ging die Sportbegeisterung in der Grundschule ab 1968. Jeden Tag liefen wir 2 km zum DJK-Platz in Meerbeck und bolzten von 14:00 Uhr bis 18:00 in einem fort. Ein Name, der mir da einfällt, ist Ralf Uhrmacher, Hausmeistersohn der Waldschule (Ralf, auch für Dich gilt: Melde Dich!). Ich erinnere mich noch genau, dass ich jeden Tag nach der Heimkehr den Ofen für das Badewasser mit Holz und Kohle eingeheizt habe, um mich stundenlang in die Badewanne zu legen.

Im Gymnasium 1972 wurden dann die ersten Klassenmannschaften gegründet. Mindestens einmal in der Woche hieß es "Sexta C gegen Sexta D" oder Quarta A gegen Quarta E". Zu dieser Zeit ging ich auch zusätzlich zum Sportunterricht jeden Mittwoch zum Turnen mit Herrn Bones in die Turnhalle. Aber nur deshalb, weil er uns 90% der Zeit Fußballspielen ließ.

Zu dieser Zeit brachte mich unser Sportlehrer zum Laufen. Ich ging jeden Dienstag zum 4x100m-Staffeltraining, wurde Dritter im 1.000m-Lauf bei den Landesmeisterschaften und bekam -zig Urkunden. Der Sport machte so viel Spaß, dass ich die 7. Klasse (damals Quarta) zweimal machen durfte.

Erst im Alter von 16 Jahren begann ich vereinsmäßig beim MSV Moers in der A-Jugend Fußball zu spielen. Dank meinem Trainer Freddy Heubach (melden!) lief es so gut, dass ich dann mit 18 Jahren in der 1. Mannschaft spielen durfte, die immerhin zu dieser Zeit in der 3. deutschen Liga spielte. Mannschaftskameraden wie Volker Amedick und Burkhard Wagner werde ich nie vergessen (ihr braucht Euch nicht mehr zu melden, Euch habe ich ja schon kurzem gefunden :-).

Die Bundeswehr machte dann eine Strich durch meine Fußball-Karriere. Ohne Training blieb sonntags leider nur die Ersatzbank. Durch den Sport besorgte ich mir aber "beim Bund" 18 Tage Sonderurlaub.

Ungefähr zu dieser Zeit gründete sich auch der TFV (=Thekenfussballverein) Benfica Hannenfaß in Moers. Unter Präsident Frank Hajdinjak bildete sich schnell eine eingeschworenen Truppe, die sich all-samstaglich in Moers auf der Homberger Straße traf und einige sportliche Erfolge feierte. Mir ist eine Hobby-Fußball-Turnier mit weit über 100 Mannschaften in Erinnerung, bei dem wir den 27. (?) Platz belegten.

Nach der Bundeswehr wechselte ich den Fußballverein und spielte lange Jahre bei der Arminia Kapellen in der 1. und 2. Kreisklasse. Heiner Wimmers und Harry Domagalla waren so trainings-geil, dass sie immer an den trainingsfreien Tagen wie wild mit dem Fahrrad durch die Prärie fuhren. Ich glaube, nach 2 Jahren bei der Arminia hätte ich bei der Tour de France teilnehmen können.

Im Alter von 26 Jahren hatte ich dann genug vom Fußball. Kein gebrochenes Bein, kein Meniskus-Schaden ... jetzt sollte man aufhören ... um dann meine neue Leidenschaft zum Squash zu finden.

Es ging schon mit 18 los, mit mal ab und zu spielen ... jetzt aber spielte ich täglich 1-3 Stunden Squash und an Wochenenden Turniere. Ich glaube, ein zweiter Platz bei einem Hobby-Turnier bei den Fortgeschrittenen war mein bestes Einzelergebnis. In einer Squash-Mannschaft habe ich in Sevelen für ca. 2 Jahre gespielt. Hier ist unser Mannschafts-Wirt und gleichzeitig mein Untermieter Jörg Müller zu erwähnen (bitte, bitte, melden!).

Es gab mal eine Phase von ca. einem halben Jahr, in der ich klettern ging. Aber fragt mich nicht, wann das war. Ich weiß nur, dass Lisa McCartney (geb. Schüller) mich in eine Halle nach Aachen führte, und ich dort den Geschmack an der Sache fand. Leider fehlte mir damals die Zeit, dies fortzuführen. Ich hätte heute bestimmt dickere Oberarme :-)

Dann kam ein beruflicher Umbruch, der sich auch auf die sportlichen Aktivitäten auswirkte. Mit dem Wechsel im Jahr 1997 zu o.tel.o wurde die Zeit für den Sport immer weniger ...und die Kilos immer mehr. Als dann die Obergrenze von 82 Kilo im Mai 1998 erreicht war, riss ich mich doch zusammen und ging alle 2 Tage Laufen. Morgens vor der "Maloche" war ein wenig Zeit und ich steigerte mich innerhalb der nächsten Monate von 4 km auf ca. 18 km, wobei eine Zeit von ungefähr 1:45 das Mittel war. Ich war wieder bei 76 kg und relativ zufrieden.

Mit meinem Umzug nach Wien 1999 (siehe Wie kommt der Typ vom Niederrhein nach Wien?) war dann erstmal wieder Schluss mit dem Sport, denn es gab Wichtigeres zu tun :-))) Neue Familie, neuer Job, neue Wohnung, neues Stadt, neues Land ... für alles hatte ich Augen, nur nicht für die Waage, die im April 2000 wieder sagte: "Bitte nur einzeln ...". Also: Wieder die Laufschuhe geschnürt und ab ging es.

Ich begann, da sportlich schon ein bisschen vorbelastet, mit 4-5 km und weitete dann auf 8-10 km aus. Das ganze in relativ hügligem gebiet am Steinhof in 1160 Wien (Ottakring). Als ich dann zum ersten mal mit einem Freund lief, kamen schon die ersten Wettkampfgedanken. Ich war (noch) 38 und nahm mir, wie viele, vor, vor dem 40. Geburtstag einen Marathon zu laufen. Und schon ging die Planung los. In der Region bietet sich der Wien-Marathon (Mai) und der Wachau-Marathon (September) an. Es war mittlerweile Juli 2000 und für den Wachaumarathon im September reichte es nicht mehr. Wobei es mich
doch wundert, dass ich ihn, bei meiner ganzen Unvernunft, nicht ins Auge fasste. Ich trainierte also fleißig und völlig unkontrolliert weiter und lief dann im September meinen ersten Halbmarathon in einer Zeit von 1:49. Ende Oktober ließ ich dann einen weiteren Halbmarathon in 1:46 folgen. Der Marathon sollte im Mai 2001 folgen, da war ich ja noch 39 !!!
Vienna City Marathon / Mai 2001
Die Vorbereitung war mäßig. Ich lief nicht besonders viel, hielt mich an keinen Plan und lief vor allen Dingen viel, viel zu schnell. Mein Ziel war es, unter 4 Stunden zu laufen. Die ersten 30 km schaffte ich es auch, im Schnitt bei 5:40/km zu liegen, brach dann aber völlig ein. Ein richtiger Mann gibt aber nicht auf und so quälte ich mich ins Ziel. Von Waden- und Oberschenkelkrämpfen geschüttelt kam ich in 4:23 ins Ziel und war mir sicher, dass ich kot..... müsse. Wo waren die Glückshormone und das Lächeln im Ziel? "Nie wieder" war meine feste Meinung am Sonntagabend, und diese Meinung hielt auch bis ..... Montag
Wachau-Marathon / September 2001
Wer trainiert schon gerne im Sommer? Urlaub und viele andere Ausreden verhinderten mal wieder eine vernünftige Vorbereitung. Mein längster Lauf war 28km und da ging ich schon "am Zahnfleisch". Allerdings hatte ich mir nicht so hohe Ziele gesetzt. Dass die 4h illusorisch sind, war mir klar, also wollte ich nur besser sein, als in Wien. Ich ging also mit ca.6:15/km ins Rennen und wollte dann steigern. Ha! Das Ergebnis war eine Zeit von 4:41 und ich hatte das Gefühl, dass ich eine Woche durchgelaufen war.
Vienna City Marathon / Mai 2002
Jetzt sollte die Vorbereitung endlich mal vernünftig werden. Ich begann also mit einem selbst gestrickten Programm im Januar 2002. Ich lief regelmäßig 3x / Woche. Ich baute 5 Läufe mit über 30km und über 3h
ein. Diese lief ich in 5:40/km. Ansonsten war ich mit 20km mit 5:00/km und 10 mit 4:45/km unterwegs. Eine Vorbereitungshalbmarathon schaffte ich locker in 1:40. Ich fühlte mich gut vor dem Start. Auch hatte ich einen Arbeitskollegen gefunden, mit dem ich zwar nie trainiert hatte, der aber auch die 4h-Grenze knacken wollte. Wir ergänzten uns prima, hatten unsere Tiefs Gott sei Dank in verschiedenen Streckenabschnitten und kamen in 3:52 ins Ziel. Den letzten km schafften wir noch in 5:02 und ich hatte diesmal tatsächlich ein Lachen im Gesicht, als ich durchs Ziel lief.
Ich hatte jetzt also gelernt, dass ein Marathon keine Qual sein muss, wenn man sich vernünftig vorbereitet und ich nahm mir vor, nie wieder "einfach so" an den Start zu gehen. So kam es dann auch, dass ich mir
im Jahr 2003 immer wieder vornahm, zu starten, mangels Vorbereitung die Pläne aber immer wieder fallen ließ. Als nächstes stand der Wachau Marathon im September 2004 auf dem Programm und ein Kollege riet mir, mich mal ins Sportmedizinische Institut zu begeben und einen Laktat-Test machen zu lassen. Ich ging also aufs Laufband und ließ mich alle 3 Minuten ins Ohr pieksen. Der Test war ernüchternd. Er ergab eine für einen Mann meines Alters (noch 42:-) relative gute Fitness, aber sehr, sehr große Mängel im Ausdauerbereich ... nicht besonders ermutigend, wenn man einen Marathon laufen will. Im anschließenden Beratungsgespräch hat man mir gesagt, dass ich in den verbleibenden 7 Wochen nicht mehr viel an meinem Zustand ändern könne und somit sagte ich den Wachaumarathon ab. Ich konzentrierte mich auf Wien 2005 und lag bis Dezember auch ganz gut im Rennen, bis dann ...

siehe: -->  Der größte Feind des Marathons: Das Saxophon ...

Laufstrecke:

2000 -->   670 km (ab April 2000)

2001 --> 1.205 km

2002 --> 1.313 km

2003 -->   606 km

2004 --> 1.055 km

2005 -->    64 km (Stand 20.06.2005)

Die monatliche Laufleistung von April 2000 bis August 2005 seht Ihr hier:

 

Und zu allem Überfluß geht es jetzt Anfang August auch noch ins Lauf-Camp in der Xsundheitswelt im Waldviertel mit med. Test und sonst auch allen Schikanen ...

 

(Fortsetzung folgt ...)

(zurück nach oben)

Der größte Feind des Marathons: Das Saxophon

Vor dreißig Jahren sagte mein Musiklehrer: "Claus, Du bist unmusikalisch, Du wirst niemals die Noten lernen und singen kannst Du auch nicht." Ich habe ihm geglaubt.

Ich war ja schon immer ein Spät-Starter (Motorradführerschein mit 30; Skifahren mit 33; Vater mit 39) und Patrizia und ich hatten uns vorgenommen, gemeinsam im zarten Alter von 55 (trotz meines Musiklehrers) mit dem Sax-Lernen anzufangen.

Im Jahr 2004 wurde der Wunsch, nicht nur Saxophonmusik zu hören, sondern selbst zu spielen, dann aber so stark, dass die beste Ehefrau von Allen mein Gequengel nicht mehr mit anhören konnte und das Christkind dazu überredete, mir ein Instrument unter den Baum zu legen. Die Überraschung und die Freude war riesengroß!!!

    

Schnell war ein Lehrer gefunden, der nicht wusste, worauf er sich einließ und der sich bereit erklärte mir Unterricht zu geben. DANKE, Heinrich!

Am 13. Januar war es dann soweit. Ich hatte ja schon zwei Wochen "heimlich" geübt, aber nachdem Heinrich die Transport-Sicherungen vom Sax entfernt hatte, ging es doch schon bedeutend besser, denn jetzt öffneten und schlossen sich auch die Klappen :-))).

Seitdem bemühe ich mich, täglich zu üben und ich glaube, dass Heinrich's Hund nicht mehr sofort panik-artig das Musikzimmer verlässt, wenn ich komme.

Allerdings leidet das Laufen schon kräftig unter dem neuen Hobby. Dies sieht man an meiner Laufstatistik (Januar - März = 0 km) und an der Anzeige unserer Personenwaage (+ 7 kg)

Momentan in Übung: "Stupid things" und "Somewhere over the rainbow"

Achtung: Und hier am besten mit Ohrstöpsel

(Fortsetzung folgt ...)

(zurück nach oben)

Urlaub, Urlaub, Urlaub

Urlaube gab es in meinem langen Leben schon viele. Dank meiner Eltern, die mir vieles ermöglichten und Dank der Tatsache, dass ich in meinem Berufsleben keine Unterbezahlung genoss, fanden meist jedes Jahr eine oder mehrere Reisen statt. Ich möchte sie hier chronologisch rückwärts aufarbeiten. Zuerst aber ...

 

... für die Zukunft, wenn wir gaaaaanz viel Zeit und Geld haben ...

Venezuela: einmal mit dem Kanu den Orinoco bei Regenzeit rauf paddeln :-) Ich denke allerdings, dass ich dafür mittlerweile zu alt bin; vielleicht im einem der nächsten Leben ...

Neuseeland: Nicht so unwahrscheinlich, so was kann ja auch im Rentenalter machen; irgendwie stelle ich mir vor, ganz gemütlich mit dem Auto von der Mitte Neuseelands in den Süden zu fahren (da wird es dann auf dieser Halbkugel immer kälter) und dann in den Norden; und wo es schön ist, da bleibt man für ein paar Tage; 2 Monate müsste man dafür schon einrechnen; ein Wohnmobil wäre auch OK, aber da steht mein Schatz nicht so drauf ...

Australien: siehe Neuseeland

USA / New England / Boston: Eine der wenigen Gegenden, die mich an Amerika wirklich reizen

Kanada: Irgendwo in die Rockies, wo es tolle Seen gibt

Norwegen / Island: ist zwar nicht gerade der ultimative Badeurlaub, aber bestimmt sehenswert

Irland: mit dem Auto durch die Prärie und jeden Abend in einem anderen Pub :-)

 

31.08.2005 - 14.09.2005 Samos / Griechenland

(geplant)

 

05.08.2005 - 07.08.2005 Xundheitswelt im Waldviertel / Österreich

(geplant)

 

09.06.2005 - 13.06.2005 Deia / Mallorca mit Patrizia

Schon im November 2005 haben wir uns Billigflüge bei Air Berlin von Wien nach Palma besorgt. Das ganze gesparte Geld haben wir dann aber in das Hotel gepumpt, welches ein wirklich schönes und gepflegtes Haus war (http://www.hoteldespuig.com). Daniel war zu dieser Zeit auf einer Abschlußfahrt in der Türkei (siehe Diplomübergabe im Mai 2005) und Annalena wurde von Mutter Schreiber übernommen. Somit standen fünf ruhige Tage in der Bergwelt Mallorcas auf dem Programm.

Am 09.06.2005 ging es gegen 11:00 Uhr los in Wien und wir landeten pünktlich in Palma.

Die erste Herausforderung gab es bei der Leihwagenübergabe. Wir bekamen Papiere, Schlüssel und Parkhauskarte und konnten uns das Auto dann im Parkhaus im 4. Stock abholen. Bei der Ausfahrt gab es eine große Überraschung. Das Parkticket war keine Ausfahrtsticket, sondern musste noch bezahlt werden. Also die 4 Stockwerke wieder runter und 45 Cent in den Automaten. Dann das nächste Problem: Beim Einfahren in das Parkhaus werden die Kennzeichen der Autos gescannt und direkt dem Parkticket zugeordnet. Bei der Ausfahrt scannt er wieder und verlangt das gleich Ticket. Somit ist ein Diebstahl des Fahrzeuges fast ausgeschlossen, man muss halt das richtige Ticket haben. Leider hat er uns auch im dritten Versuch falsch gescannt und wir mussten die 4 Stockwerke wieder runter laufen und uns bei der Info melden. Dann ging es, nachdem wir an der Schranke die Klingel betätigten durften, problemlos.

Problemlos ging es dann allerdings nicht ganz so, als wir die Ausfahrt aus Palma suchten. Und zwar genau die Ausfahrtsstraße, die Richtung Valdemossa und anschließend nach Deia führte. Nach einigem Umherirren fragten wir bei einer Tankstelle nach dem Weg. Da waren wir allerdings schon, ohne es zu wissen, auf der richtigen Straße.

Am Ankunftstag taten wir dann nicht mehr viel, außer den Ort anzuschauen und ein geeignetes Restaurant für den Abend zu finden.

Der Freitag wurde für Valdemossa und Palma reserviert. Für Valdemossa brauchten wir nicht so viel Zeit, denn das hatten wir teilweise schon im Vorjahr erkundet. Die Wahl für Palma fiel auf den Freitag, weil am Samstag die Geschäfte, vor allem die Schuhgeschäfte, nicht soooo lange geöffnet haben.

Am Samstag fuhren wir zuerst nach Colonia de ST. Jordi und genehmigten uns in einem Strandcafe einen Salat,, Pommes und einen guten Cafe. Dann fuhren wir weiter nach Cala Santany und legten uns an den Strand. Den Abschluss des Tagesausfluges bildete dann einen Fahrt über die Serpentinen runter zur Cala Deia, die wunderschön eingebettet in der nördlichen Steilküste von Mallorca liegt.

Am Sonntag besuchten wir Soller und Port de Soller. Dieser Tag war auch restaurant-technisch der Höhepunkt der Reise, da wir göttlich in Deia speisten. Die Datteln im Speckmantel werden wir wohl nie vergessen.

Während des Aufenthaltes entstand die Idee, im nächsten Sommer drei Monate in diesem Dorf zu leben um einmal den Geschmack des "Dort-Lebens" kennen zu lernen. Die Preise für die Wohnungen haben die Planung aber erst einmal ins Stocken gebracht.

Über unser Hotel zu bemerken wäre noch, dass es "very british" geführt wurde. Der Frühstückskellner sagte einmal am Morgen zu zwei Kindern, die etwas lauter waren "You have to be quiet here!" Das war ganz in unserem Sinne :-)))

Als Andenken haben wir übrigens Mückenstiche mitgebracht, die eine Woche nach unserer Rückkehr noch juckten ... total verseuchte "Bastartln" müssen das gewesen sein ....

Es waren jedenfalls fünf wunderschöne Tage mit meinem Schatz!

 

21.04.2005 - 24.04.2005 Romantikhotel Bergergut in Afiesl / Österreich

http://www.romantik.at (Bericht folgt)

 

12.08.2004 - 15.08.2004 Mondsee / Salzburger Land / Österreich

http://www.schlossmondsee.at (Bericht folgt)

 

03.07.2004 - 17.07.2004 Cala Ferrera / Mallorca

(Bericht folgt)

 

27.02.2004 - 29.02.2004 London

(Bericht folgt)

 

27.07.2003 - 10.07.2003 Berndtschusterhof / Kleinreith / Oberösterreich

http://www.kids-farm.at (Bericht folgt)

 

22.05.2003 - 07.05.2003 Baros  / Malediven

http://www.malediven.at/baros.htm (Bericht folgt)

 

10.01.2003 - 12.01.2003 Therme Lutzmannburg  / Burgenland / Österreich

http://www.sonnentherme.at (Bericht folgt)

 

20.09.2002 - 22.09.2002 Schloss Rothenhof  / Niederösterreich

http://www.tiscover.at/schlosshotel-rothenhof (Bericht folgt)

 

13.07.2002 - 27.07.2002 Berndtschusterhof / Kleinreith / Oberösterreich

http://www.kids-farm.at (Bericht folgt)

 

09.05.2002 - 12.05.2002 Schloss Neuschwanstein / Deutschland

http://www.neuschwanstein.de  http://www.hotel-ruebezahl.com  (Bericht folgt)

 

21.09.2001 - 23.09.2001 Rom

(Bericht folgt)

 

02.07.2001 - 09.07.2001 Kos / Griechenland

(Bericht folgt)

 

18.08.2001 - 01.09.2001 Koglhof / Steiermark / Österreich

http://www.tiscover.at/koegerlbauer  (Bericht folgt)

 

23.05.2001 - 27.05.2001 Burg Oberranna

http://www.burg-oberranna.com (Bericht folgt)

 

12.08.2000 - 26.08.2000 Korfu / Griechenland

(Bericht folgt)

 

01.06.2000 - 04.06.2000 Venedig

(Bericht folgt)

 

03.03.2000 - 05.03.2000 London

(Bericht folgt)

 

29.07.1999 - 12.08.1999 Ägypten

(Bericht folgt)

 

Vorher (ohne Berichte)

1998 Mallorca (Figuera)

1998 Mallorca (Figuera)

1998 Schweiz (mit Berndt am Berg :-)

1996 Mallorca (St. Jordi)

1995 Dominikanische Republik (mit Notlandung auf den Bermudas :-)

1994 Indonesien und Thailand (Java, Bali, Lombock, Bangkok) 6 Wochen mit dem Rucksack

1993 Indonesien (Java, Bali, Lombock, etc.) 7 Wochen mit dem Rucksack

1993 Kusadasi / Türkei

1993 Teneriffa / Spanien

1992 Malta / Sprachreise

1991 Texel / Niederlande

1990 Antalya / Türkei

1989 Torrox / Malaga / Spanien (4 Wochen mit dem Wohnmobil)

1987 Malta (im September)

1987 Malta (im April)

1986 Europarundfahrt (7.000 km in 4 Wochen Camping)

1986 Cadzand Bad / Niederlande (Ausbildung-Abschlußfahrt)

1985 Vierwaldstätter See / Schweiz / Camping

1983 Camargue / Cote Azur / Elba / Frankreich und Italien / Camping

1982 Korcula / Jugoslawien

1981 Camargue und Arles / Frankreich (Abitur-Abschlußfahrt)

1978 Ibiza / Spanien

1977 Sprachferien Bournemouth / England (6 Wochen)

1976 Landschulheim Udenbreth

1975 Landschulheim Udenbreth

1975 Norden / Nordsee / Deutschland

1974 Bauernhof Uschan / Kärnten / Österreich

1973 Garda / Gardasee / Italien

1972 Elba / Italien

1967 Lovran / Jugoslawien

1966 Lovran / Jugoslawien

 

Achtung Ex-Schulkameraden und -innen: Es gab noch verschiedene Klassenfahrten in der Zeit zwischen 1976 und 1982 mit dem Gymnasium Rheinkamp. Ich erinnere mich noch an Fulda, Trier und Rüdesheim. Aber wann war das? Für jede Information bin ich dankbar!

 

Skiurlaube (ohne Berichte)

1999 Fiss / Österreich

1999 Zell am See / Österreich

1998 Gerlitzenalpe / Österreich

1997 St. Johann-Wagrain / Österreich

1996 Zell am See / Österreich

1994 Kronplatz / Italien

 

(zurück nach oben)


... der liebende Vater setzt vorweg geeignete Maßnahmen:

 

1. Wenn Du in meine Einfahrt fährst und hupst, solltest du was anliefern - ausliefern werde ich Dir in diesem Fall nämlich niemanden.

 

2. In meiner Gegenwart fasst du meine Tochter nicht an. Du darfst sie ansehen - oberhalb der Schultern.
Augen oder Hände, die nicht von meiner Tochter lassen, werde ich entfernen.

 

3. Ich weiß, bei Jungen deines Alters ist es gerade sehr angesagt die Hosen so zu tragen, als ob sie jeden Moment herunterrutschen würden. Nimm's bitte nicht persönlich aber du und deine Freunde, ihr seid allesamt Volltrottel.

Dennoch möchte ich mich aufgeschlossen zeigen und unterbreite folgenden Vorschlag: Du darfst mit blitzender Unterwäsche und übergroßen Hosen vor meine Haustür treten, ohne dass ich mich aufrege. Aber um sicherzustellen, dass du deine Hosen während deines Rendezvous nicht zufällig verlierst, werde ich sie an dir festtackern.

 

4. Man hat dich sicherlich schon aufgeklärt, dass Sexualkontakt ohne Verhütungsmittel heutzutage ein tödliches Risiko bedeuten kann. Was Sex mit meiner Tochter betrifft bin ich das Verhütungsmittel. Und das tödliche Risiko auch.

 

5. Es wird allgemein erwartet, dass wir uns über Sport, Politik und das Tagesgeschehen unterhalten, um uns näher kennen zu lernen. Ich bitte, das zu streichen. Ich wünsche von dir lediglich zu erfahren, wann ich meine Tochter wieder in meine Obhut nehmen kann - genauer gesagt erwarte ich dieses eine Wort: "früh".

 

6. Du bist sicher ein fescher Kerl und könntest dich auch mit anderen Mädchen verabreden. Damit bin ich einverstanden, solange es meine Tochter auch ist. Andernfalls wirst du gefälligst solange mit ihr ausgehen, bis sie dich satt hat. Wenn du sie zum Weinen bringst, bring ich dich zum Weinen.

 

7. Seufze nicht und zappele nicht rum, weil du eine Stunde oder länger im Flur stehst und auf sie wartest. Wer pünktlich ins Kino will, der sollte sich erst gar nicht verabreden. Meine Tochter macht sich gerade zurecht und das kann länger dauern als der 3-spurige Ausbau des Mainzer Rings. Mach dich lieber nützlich, zum Beispiel könntest du mir das Öl wechseln.

 

8. Folgende Plätze eignen sich nicht als Treffpunkte mit meiner Tochter: Orte mit Betten, Sofas oder Möbeln die weicher sind als ein Holzschemel. Unbeleuchtete Orte. Orte, an denen getanzt, Händchen gehalten wird oder an denen fröhliche Stimmung herrscht. Beheizte Orte, die das Tragen von Shorts, Hängern oder etwas anderem als Overalls, Sweater und einem gefütterten, bis obenhin zugeknöpften Parka nahe legen könnten.

Filme mit stark romantischen oder sexuellen Szenen sind strikt zu meiden, Kettensägefilme sind ok. Eishockeyspiele sind ok. Zuhause mit den Eltern rumhängen ist sehr ok.

 

9. Lüge mich nicht an. Ich mag wie ein übergewichtiger Einfaltspinsel wirken, der seine besten Jahre hinter sich hat. Aber wenn es meine Tochter angeht, bin ich der allwissende, rächende Gott. Falls ich frage, wohin ihr geht und mit wem, hast du genau EINE Gelegenheit, mir die Wahrheit, die ganze Wahrheit und nichts als die Wahrheit zu sagen. Ich besitze ein Gewehr, eine Schaufel und viel Platz im Garten. Treib keine Spielchen mit mir.

 

10. Fürchte Dich sehr. Immer wenn ich herumsitze und nervös auf die Rückkehr meiner Tochter warte, komme ich ins Grübeln. Dann steigt in mir die Erinnerung an die Zeit bei der Fremdenlegion hoch und die Stimmen befehlen mir wieder, mein Gewehr zu reinigen. Nach Abstellen deines Fahrzeuges bitte die Hände über den Kopf erheben. Dabei deutlich die Parole nennen, die rechtzeitige Rückkehr meiner unversehrten Tochter bestätigen, unverzüglich einsteigen und abfahren. Das Betreten des Anwesens ist nicht erforderlich. Die Gestalt im Kampfanzug am Wohnzimmerfenster bin ich.

 

(zurück nach oben)